Empowerment und Powersharing als pädagogische Reflexions- und Handlungsperspektiven

Nr. S8312 | Frei:

Seminarleitung Antje Biertümpel

Seminarleitung Ioanna Menhard

Kategorie Pädagogik

Ort Online

Termin 29.03.21, 13:30 Uhr - 17:00 Uhr

Entgelt 55 €

39 € Mitglieder GEW

Art Online-Seminar

 

Empowerment und Powersharing sind aus dem englischen Begriff "power" (Macht) abgeleitet und machen damit auf gesellschaftliche Macht- und Ungleichheitsverhältnisse aufmerksam. Empowerment bezeichnet die Ausweitung von Macht und Handlungsspielräumen der von Diskriminierung Betroffenen; mit Powersharing ist die Reflexion eigener Privilegien und die Umverteilung von Macht und Ressourcen vonseiten der machtstärkeren Positionen gemeint. Gleichzeitig sind für jede Person verschiedene soziale Zugehörigkeiten relevant, die kontextbedingt diskriminierend oder privilegierend wirken können. Mit einer intersektionalen Perspektive können die jeweiligen Erfahrungen differenzierter berücksichtigt werden. Das ist insbesondere für pädagogische Settings relevant, da wir es nie mit homogenen Gruppen und Personen zu tun haben.
Der Workshop gibt Raum und Gelegenheit, gesellschaftliche Macht- und Ungleichheitsverhältnisse und ihre Wirkungen in pädagogischen Zusammenhängen kritisch zu bearbeiten. Dafür ist es auch wichtig, eigene soziale Positionierungen zu reflektieren. Ziel ist es, gemeinsam solidarische Handlungsperspektiven zu entwickeln.
Im Online-Workshop arbeiten wir methodisch vielfältig sowohl mit theoretischen Impulsen als auch mit praktischen Fallbeispielen und Übungen aus dem Social-Justice- und dem Anti-Bias Ansatz. Ausreichend Pausen sind eingeplant. Vorab erhalten die Teilnehmer*innen postalisch Materialien mit Impulsen zum Einstieg sowie ergänzenden Texten und Informationen.

Zielgruppe: pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter*innen

Seminarleitung:
Antje Biertümpel, Pädagogin M.A., beschäftigt sich mit diskriminierungskritischer und menschenrechtsorientierter Bildungs- und Beratungsarbeit. Nach ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin (TU Darmstadt) baute sie die Antidiskriminierungsstelle an der Goethe-Universität Frankfurt auf. Seit 09/2019 verantwortet sie den Programmbereich politische Bildung an der vhs Hanau. Ihr Fokus liegt u.a. auf der Entwicklung partizipativer, inklusiver Formate.
Ioanna Menhard, Dipl.-Päd., ist seit vielen Jahren im Bereich der Jugendbildung/Jugendarbeit als Referentin und Pädagogin sowie als Lehrbeauftragte in der Hochschullehre (z.B. Frankfurt University of Applied Sciences) tätig und beschäftigt sich theoretisch und praktisch mit Fragen um emanzipatorische, differenzsensible und diskriminierungskritische Soziale und Bildungsarbeit; Schwerpunkte sind z. B. queerfeministische und rassismuskritische Jugendarbeit und Kinderschutz aus intersektionaler Perspektive. Aktuelle
Veröffentlichung: Solidarität und Mündigkeit selbst-kritisch zusammengedacht - pädagogische Überlegungen mit Interesse an Empowerment und Powersharing. In: Birgit Jagusch/Yasmine Chehata (Hrsg.):
Empowerment und Powersharing. Ankerpunkte - Positionierungen - Arenen, Beltz Juventa 2020, S. 72-83.