Einblicke in die Lebenswelten rechtsextrem orientierter Jugendlicher

Nr. G8899 | Frei:

Seminarleitung Christina Dethloff

Seminarleitung Thomas Vitt

Kategorie Gesellschaft, Politik und Wirtschaft

Ort Frankfurt

Termin 16.03.22, 14:00 Uhr - 18:00 Uhr

Entgelt 20 €

10 € Mitglieder GEW

Art Seminar

 

Die Wege in die rechtsextremen Szenen sind vielfältig. Was sind Elemente, die den Einstieg begünstigen und eine mögliche Radikalisierung vorantreiben können? Gibt es bestimmte Lebensbedingungen, die dazu führen, dass sich junge Menschen von rechtsextremen Weltbildern besonders angesprochen fühlen? Welchen Stellenwert nehmen Social Media und die Erlebniswelt Rechtsextremismus bei der Hinwendung zum rechtsextremen Spektrum ein?

Gemeinsam mit den Fachkräften der Distanzierungsberatung Rote Linie - pädagogische Fachstelle Rechtsextremismus - werden mittels Autobiografien und Filmmaterial Einstiegsprozesse beleuchtet, Werdegänge rekonstruiert und somit Erleben, Faszination und Leidensdruck derer thematisiert, deren Lebenswelt Rechtsextremismus ist.

Zielgruppe: Lehrkräfte, (sozial-) pädagogische Fachkräfte

Seminarleitung: Thomas Vitt, Magister Theologie, Konfliktmanager, Mediator und zertifizierter VIR-Trainer; jahrelange Tätigkeiten in der offenen Jugendarbeit, Gewaltintervention und -Prävention, Arbeit mit rechtsaffinen Jugendlichen und Elternarbeit; seit 2020 als Distanzierungsberater bei der Roten Linie - pädagogische Fachstelle Rechtsextremismus.

Christina Dethloff, Diplom-Soziologin; Diplom-Pädagogin; Grundlagenausbildung zur systemischen Beraterin und zertifizierte VIR-Trainerin; Tätigkeiten im Bereich der Rechtsextremismusprävention, Ausstiegsberatung, politischen Bildung und offenen Jugendarbeit; seit 2016 als Distanzierungsberaterin für bei der Roten Linie - pädagogische Fachstelle Rechtsextremismus.

Rote Linie - pädagogische Fachstelle Rechtsextremismus:
Die Rote Linie ist ein Programm des Landes Hessen, das seit 11 Jahren landesweit Distanzierungsberatung leistet. Zu den Aufgabenbereichen zählen sozialpädagogische Einzelfallhilfe für rechtsaffine, rechtsextrem orientierte Jugendliche (junge Menschen, die durch rechtsextreme Verhaltensweisen auffällig werden, jedoch nicht Teil des organisierten Rechtsextremismus sind/ kein geschlossenes Weltbild haben), Eltern- und Angehörigenberatung sowie Fachkräfteberatung an Schulen, Jugend- und soziale Arbeit sowie Kommune. Desweiteren werden Präventionsveranstaltungen wie Fortbildungen, Workshops und Vorträge rund um die Phänomenbereiche Rechtsextremismus, Reichsideologen, Verschwörungsmythen und Hate Speech/ Social Media landesweit angeboten. Die Rote Linie arbeitet aufsuchend und kostenfrei in ganz Hessen.