Haitianische Renaissance: Der lange Kampf um postkoloniale Emanzipation

Buchvorstellung und Diskussion

Nr. G8327 | Frei:

Referentin Katja Maurer

Referentin Andrea Pollmeier

Kategorie Gesellschaft, Politik und Wirtschaft

Ort Frankfurt

Termin 11.03.21, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Entgelt entgeltfrei

Art Lesung

 

Warum soll man sich mit Haiti beschäftigen? Das Land gilt als abgehängt und irrelevant. Es hat keinen Einfluss auf die Weltpolitik. Und die Armut der Bevölkerung erscheint als eine unter vielen in Ländern des Südens. Doch Haiti ist mehr. Die historischen Ereignisse in Haiti, die siegreiche Revolution schwarzer Sklaven, die erste befreite Kolonie begründen den Universalismus der Menschenrechte, die sonst längst ein weiteres Mittel nördlicher Dominanz- und Ausgrenzungskultur wären. Wer sich eine andere Welt mit der Universalität der Menschenrechte als Horizont vorstellt, kommt am haitianischen Beispiel nicht vorbei. Was also kann man aus den Erfahrungen und historischen Entwicklungen in Haiti lernen, um sich mit einem wahrhaft universalen Geschichtsverständnis in einer postkolonialen Welt zu bewegen? Beide Autorinnen werden aus dem Buch lesen und ihre jeweiligen Zugänge schildern. Dem folgt eine gemeinsame Diskussion.

Zielgruppe: Alle sind willkommen!

Autorinnen: Katja Maurer ist Journalistin und leitete viele Jahre die Öffentlichkeitsarbeit der Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international. Seit 2010 publiziert sie regelmäßig zu Haiti.
Andrea Pollmeier ist Kulturjournalistin. Seit Ende der Duvalier-Diktatur hat sie regelmäßig in Haiti recherchiert und im Onlinemagazin Faust-Kultur den Themenschwerpunkt »Haiti« aufgebaut. Sie lebt in Frankfurt und schreibt als freie Autorin u. a. für das Feuilleton der Frankfurter Rundschau.