Konsens Antifeminismus

Frauenfeindliche Einstellungen als Einstieg in die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Nr. G8302 | Frei:

Referentin Hannah Hecker

Kategorie Gesellschaft, Politik und Wirtschaft

Ort Online

Termin 24.03.21, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Entgelt entgeltfrei

Art Online-Vortrag mit Diskussion

 

Der aktuell bekannteste Form des organisierten Antifeminismus ist das Internetphänomen der INCELS, selbsterklärte unfreiwillig sexlose Männer. Mit dem Ziel der Rache für die Kränkung der Sexlosigkeit entwickeln die Protagonisten Gewaltfantasien gegen Frauen. Auch abseits des Internets gibt es verstärkte antifeministische Bemühungen. Sie alle eint das Bedürfnis, feministische Errungenschaften zu bekämpfen und eine Rückkehr zur Kleinfamilie zu propagieren sowie die Angst vor Veränderung und Verlust. Die gesellschaftliche Verbreitung antifeministischer Einstellungen und frauenfeindlicher Affekte macht die Akteure anschlussfähig für die gesellschaftliche Mitte und bietet die Möglichkeit, antiegalitäre Positionen unwidersprochen zu vertreten. Der Vortrag beleuchtet insbesondere die Scharnierfunktion antifeministischer und misogyner Narrative für die Neue Rechte.

Zielgruppe: Alle sind willkommen!

Seminarleitung: Hannah Hecker studierte Sozialwissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt und ist freiberufliche Referentin für verschiedene Bildungsträger. Sie beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Fragestellungen in dem Themenbereich gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Antiziganismus und Antifeminismus.
Christoph Wenz hat Wirtschaftssoziologie und Erziehungswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt studiert. Er arbeitet als freiberuflicher Referent für verschiedene Bildungsträger. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit dem Zusammenhang von sozialstaatlichen Transformationsprozessen und ihren Auswirkungen auf gesellschaftliche Teilhabe sowie dem Verhältnis von Sozialkritik und Populismus.