Was bleibt? Südafrika 60 Jahre nach dem Sharpeville Massaker

Nr. G7396 | Frei:

Referentin Dr. Carmen Ludwig

Referentin Dr. Rirhandu Mageza-Barthel

Referentin Sigrid Thomsen

Moderation Elina Stock

Kategorie Gesellschaft, Politik und Wirtschaft

Ort Frankfurt

Termin 19.03.20, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Entgelt entgeltfrei

Art Diskussion

 

Eine Veranstaltung im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus
in Kooperation mit dem GEW Hauptvorstand

Es waren schockierende Bilder, die um die Welt gingen: Am 21. März 1960 demonstrierten schwarze Südafrikaner*innen im Township Sharpeville gegen Unterdrückung und die Passgesetze der Apartheidregierung. Die Polizei erschoss hinterrücks 69 Menschen, zahlreiche weitere wurden verletzt. In den Folgejahren ging das Apartheidregime weiter mit massiver Gewalt gegen die schwarze Bevölkerung vor. Zugleich erstarkte auch immer wieder der Widerstand gegen die rassistische Politik in Südafrika, zunehmend getragen von einer internationalen Solidaritätsbewegung. Sharpeville gilt nicht nur als Wendepunkt in der südafrikanischen Geschichte, sondern bleibt bis heute ein Mahnmal für die Menschenrechte. Die Vereinten Nationen erklärten den 21. März 1966 zum Internationalen Tag gegen Rassismus.

Auf der Veranstaltung, mit der an das Sharpeville-Massaker vor 60 Jahren erinnert werden soll, sprechen Rirhandu Mageza-Barthel, Sigrid Thomsen und Carmen Ludwig über die Bedeutung von Sharpeville für die Anti-Apartheidbewegung und die gewerkschaftliche Solidaritätsbewegung. Über den historischen Rückblick hinaus wird der Blick auch auf aktuelle Entwicklungen und gesellschaftliche Konflikte im heutigen Südafrika gerichtet.

Dr. Rirhandu Mageza-Barthel ist aktuell Gastprofessorin für Internationale Geschlechterpolitik an der Universität Kassel. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören Postkoloniale Studien und internationale Geschlechterpolitiken in Südafrika.

Sigrid Thomsen hat als freie Journalistin seit 1983 über Gewerkschaften in Südafrika geschrieben. Von 1997 bis 2002 hat sie das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung für das südliche Afrika in Johannesburg geleitet. In der aktuellen Publikation der Rosa-Luxemburg-Stiftung "Apartheid No! Facetten von Solidarität in der DDR und BRD" beschäftigt sie sich mit der gewerkschaftlichen Solidarität mit Südafrika: www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/sonst_publikationen/Apartheid_No_digital_web.pdf

Dr. Carmen Ludwig ist Referentin für Internationales beim GEW Hauptvorstand und hat zur Gewerkschaftsbewegung in Südafrika an der Universität Gießen promoviert.