Erziehung nach Auschwitz in der Migrationsgesellschaft

Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus als Herausforderungen für die Pädagogik

Nr. D8913 | Frei:

Seminarleitung Katharina Rhein

Kategorie Demokratische Bildung

Ort Frankfurt

Termin 03.05.22, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Entgelt entgeltfrei

Art Vortrag mit Diskussion

 

Das nationale Selbstbild in Deutschland ist - trotz wachsender Angriffe von rechts - inzwischen davon geprägt, dass man sich angeblich besonders gut mit der NS-Geschichte auseinandergesetzt habe. "Nie wieder" gilt als gesellschaftlicher Konsens, dem gerade die Pädagogik Rechnung tragen soll. Doch nicht nur die aktuelle politische Situation lässt bisweilen Zweifel daran aufkommen, dass es sich hier wirklich um einen gesellschaftlichen Konsens handelt. Auch der Blick in die Geschichte der Bundesrepublik zeigt, dass Antisemitismus und Rassismus offiziell vor allem dann als gesellschaftliche Probleme wahrgenommen wurden, wenn das nationale Ansehen als demokratische Gesellschaft, die den NS überwunden hat, gefährdet war. Im Vortrag geht es um die Frage, wie nationales Selbstbild und Erinnerungspolitik miteinander in Zusammenhang stehen, welche Ausschlüsse derlei nationale Wir-Konstruktionen mit sich bringen und welche Rolle Pädagogik dabei zukommt.

Zielgruppe: Alle sind willkommen

Seminarleitung: Dr. Katharina Rhein ist Erziehungswissenschaftlerin und Soziologin. Aktuell arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin für den Hessischen Landesverband Deutscher Sinti und Roma. Vorher war sie an der Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Goethe-Universität und der Bildungsstätte Anne Frank tätig. Schwerpunktthemen sind NS-Geschichte, Erinnerungspolitik, Nationalismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus und diskriminierungskritische Pädagogik.