Umgang mit rechten Äußerungen im Schulalltag

Nr. D8900 | Frei:

Seminarleitung Christina Dethloff

Seminarleitung Thomas Vitt

Kategorie Demokratische Bildung

Ort Frankfurt

Termin 11.05.22, 14:00 Uhr - 18:00 Uhr

Entgelt 20 €

10 € Mitglieder GEW

Art Seminar

 

In ihrer Klasse oder Gruppe äußern sich Jugendliche durch antisemitische, abwertende, rechtsradikale/rechtsextremen Aussagen, Sprüche oder rassistische Positionen. Wie kann es gelingen, sich in dieser Situation als Fachkraft zu positionieren und zeitgleich Kommunikation zu ermöglichen, um Diskriminierungen und menschenverachtenden Inhalten entgegenzusteuern und Chancen für alle Beteiligten zu eröffnen?

Innerhalb dieses Handlungskompetenz-Workshops besprechen wir Praxisbeispiele, erschließen Handlungsoptionen mit Akteur*innen, Betroffenen und weiteren Beteiligten, erproben Methoden der Gesprächsführung und erarbeiten nachhaltig Präventions- und Interventionsstrategien. In gemeinsamen Gesprächen und Praxisberichten diskutieren und überlegen wir, wie Kontakte und Beziehungen hergestellt, Impulse gesetzt und Änderungsmotivation beim Gegenüber erzielt werden können.

Zielgruppe: Lehrkräfte, (sozial-) pädagogische Fachkräfte

Seminarleitung: Thomas Vitt, Magister Theologie, Konfliktmanager, Mediator und zertifizierter VIR-Trainer; jahrelange Tätigkeiten in der offenen Jugendarbeit, Gewaltintervention und -Prävention, Arbeit mit rechtsaffinen Jugendlichen und Elternarbeit; seit 2020 als Distanzierungsberater bei der Roten Linie - pädagogische Fachstelle Rechtsextremismus.

Christina Dethloff, Diplom-Soziologin; Diplom-Pädagogin; Grundlagenausbildung zur systemischen Beraterin und zertifizierte VIR-Trainerin; Tätigkeiten im Bereich der Rechtsextremismusprävention, Ausstiegsberatung, politischen Bildung und offenen Jugendarbeit; seit 2016 als Distanzierungsberaterin für bei der Roten Linie - pädagogische Fachstelle Rechtsextremismus.

Rote Linie - pädagogische Fachstelle Rechtsextremismus:
Die Rote Linie ist ein Programm des Landes Hessen, das seit 11 Jahren landesweit Distanzierungsberatung leistet. Zu den Aufgabenbereichen zählen sozialpädagogische Einzelfallhilfe für rechtsaffine, rechtsextrem orientierte Jugendliche (junge Menschen, die durch rechtsextreme Verhaltensweisen auffällig werden, jedoch nicht Teil des organisierten Rechtsextremismus sind/ kein geschlossenes Weltbild haben), Eltern- und Angehörigenberatung sowie Fachkräfteberatung an Schulen, Jugend- und soziale Arbeit sowie Kommune. Desweiteren werden Präventionsveranstaltungen wie Fortbildungen, Workshops und Vorträge rund um die Phänomenbereiche Rechtsextremismus, Reichsideologen, Verschwörungsmythen und Hate Speech/ Social Media landesweit angeboten. Die Rote Linie arbeitet aufsuchend und kostenfrei in ganz Hessen.