Kolonialismus - Macht - Rassismus: Deutsche Kolonialgeschichte im Unterricht

Nr. D6040 | Frei:

Seminarleitung Mirjam Tutzer

Seminarleitung Friederike Odenwald

Kategorie Demokratische Bildung

Ort Frankfurt

Termin 23.03.21, 09:00 Uhr - 13:00 Uhr

Entgelt 50 €

30 € Mitglieder GEW

Art Seminar

 

Die deutsche Kolonialgeschichte taucht selten bis gar nicht in den Lehrplänen in Deutschland auf. Dies ist ein Problem, da sie tiefe Spuren hinterlassen hat. Die Folgen sind bis heute sichtbar und spürbar - zum Beispiel beim Thema Rassismus. Daher nähern wir uns dem Kolonialismus auf zwei Wegen: Auf der einen Seite soll anhand von Unterrichtsmaterial über die Darstellung der Kolonialgeschichte nachgedacht und diskutiert werden. Außerdem wollen wir Materialien vorstellen, die aus dem Blickwinkel der damals kolonisierten Menschen zu einem Perspektivwechsel anregen. So kann dann auch hinterfragt werden, wer welche Macht hat.
Auf der anderen Seite soll überlegt werden, inwiefern rassistisch geprägte Bilder und Vorstellungen auch heute noch im Unterrichtsalltag eine Rolle spielen. Damals waren diese Darstellungen notwendig, um den Kolonialismus zu rechtfertigen. Heute unterstützen sie - oft auch ungewollt - den alltäglichen Rassismus. Anhand von konkreten Beispielen schauen wir, was wir alle tun können und wie wir eine sensible Haltung zum Thema gewinnen können.

Zielgruppe: Lehrkräfte PoWi, Geschichte, Deutsch; Interessierte

Seminarleitung: Mirjam Tutzer ist Politikwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt feministischer postkolonialer Theorie und Rassismuskritik. Sie arbeitet in der politischen Bildungsarbeit, u.a. als Mitglied von frankfurt postkolonial.
Friederike Odenwald studiert Geschichte und beschäftigt sich dabei insbesondere mit der deutschen Kolonialgeschichte. Sie arbeitet in der politischen Bildungsarbeit als Mitglied von frankfurt postkolonial.