Die Rhön erwandern – Naturschätze der Rhön

Wanderwochenende

Nr. W8919 | Frei:

Reiseleitung Beatrice Löffler

Reiseleitung Jutta Hambloch

Kategorie Studienreisen

Ort Hilders

Termine 10.06.22, 08:00 Uhr - 22:30 Uhr

11.06.22, 08:00 Uhr - 22:30 Uhr

12.06.22, 08:00 Uhr - 22:30 Uhr

Entgelt 200 € Entgelt (inkl. Übernachtung/Frühstück)

Art Studienreise

 

Die Rhön, das Mittelgebirge im Herzen Deutschlands, das sich auf die Bundesländer Hessen, Bayern und Thüringen erstreckt, ist reich an Natur- und Kulturschätzen. In der heutigen Form im mittleren Tertiär (vor ca. 50 bis 30 Millionen Jahren) entstanden, beindruckt das "Land der offenen Fernen" mit eindrucksvollen Basaltformationen, Basaltblockmeeren, Hochmooren und Hochebenen mit weiten Ausblicken. Die spezifische Bodenbeschaffenheit und das typische Rhöner Kleinklima schaffen die Grundlage für eine artenreiche Flora und Fauna.

Dieser oft kargen Landschaft haben die Bewohner der Rhön über die Jahrhunderte hinweg ihren Stempel aufgedrückt. Allerdings gibt es auch heute noch neben den schmucken Rhöndörfern und -städtchen weite, nicht besiedelte Bereiche, in denen die Natur weitgehend sich selbst überlassen ist.

Um die natürliche und kulturelle Vielfalt zu bewahren und zu schützen, ist die Rhön bundeslandübergreifend seit dem Jahr 1991 von der UNESCO als Biosphärenreservat ausgewiesen. Unter dem Motto "mensch.natur.einklang" werden die Naturschätze geschützt und es wird gleichzeitig darauf abgezielt, dass Menschen in dieser einzigartigen Landschaft in Harmonie mit der Natur leben können und auch die kulturellen Schätze erhalten bleiben.

Bei unserem Rhön-Wochenende werden wir auf den Spaziergängen und Wanderungen (ca. 4 km bis 15 km) das "Land der offenen Fernen" zu Fuß erkunden und Basaltformationen, eines der Moore und die spezifische Flora und Fauna erleben. Wir bewegen uns dabei in einem Höhenbereich von ungefähr 600 m bis 950 m auf Wegen mit unterschiedlichem Untergrund (Wiesenwege, Waldwege, Forstwege, Bohlenpfad im Moor, einige steilere und z.T. felsige Anstiege).

Ausgangspunkt unserer Unternehmungen wird ein Landgasthof im hessischen Rhönstädtchen Hilders sein, in dem wir die Rhöner Küche mit regionalen Produkten genießen können. Er liegt oberhalb des kleinen "Stadtzentrums" direkt neben der katholischen Pfarrkirche St. Bartholomäus.

Um die Ausgangspunkte der Spaziergänge und Wanderungen zu erreichen, ist eine Anfahrt mit dem PKW notwendig. Die Veranstaltung beginnt am Freitagnachmittag (10.06.2022) um 17.30 Uhr im Landhotel Hohmann in Hilders. Nach dem Abendessen ist ein Rundgang durch das Schwarze Moor geplant. Am Sonntag endet die Veranstaltung nach der Wanderung am "Schweinfurter Haus".

Neben wetterangepasster Kleidung (Durchschnittstemperatur im Juni: 18 °C bei durchschnittlich 12 Tagen mit Regen) sind feste Wanderschuhe notwendig und auch Wanderstöcke sind sinnvoll.

Reiseleitung: Jutta Hambloch ist Lehrerin an einer Gesamtschule und unterrichtet die Fächer Englisch und Erdkunde. Beatrice Löffler arbeitet als Ausbilderin an einem beruflichen Studienseminar in der Lehreraus- und Fortbildung.

Das Programm (Änderungen vorbehalten):


Freitag: Spaziergang durch das Schwarze Moor
(ca. 4 km, Bohlenpfad, ohne Anstiege, ca. 780 m Meereshöhe)

Der Bohlenpfad führt auf einem ca. 2,5 km lange Rundkurs um das ca. 66 Hektar große Schwarze Moor, das auf bayrischen Gebiet im sog. Dreiländereck (Hessen, Bayern, Thüringen) liegt. Auf mehr als 20 Informationstafeln kann man sich über die Entstehung dieses Hochmoores, seine ehemalige Nutzung und die spezifische Flora und Fauna informieren. Ein Aussichtsturm ermöglicht Ausblicke auf die nicht zu Fuß zu erreichenden Bereiche des Schwarzen Moors.

Samstag: Rundwanderung Obernhausen - Wasserkuppe -
Obernhausen
(ca. 15 km; Wiesenwege, Forstwege, Waldwege mit z.T. unebenem Untergrund, mehrere Anstiege, ein steiler Anstieg auf felsigem Untergrund, Trittsicherheit erforderlich, im Höhenbereich von ca. 600 m bis 950 m)

Von Obernhausen aus führt die Wanderung aufwärts bis zur Quelle der Fulda, die von hier ihren ca. 220 km langen Weg nimmt, bis sie bei Hann.Münden gemeinsam mit der Werra zur Weser wird. Vorbei am Grumbachborn geht der Weg weiter mit weiten Blicken ins hessische Ulstertal, bis der urwaldähnliche Laubbaumwald erreicht ist, der den Schafstein (831,8 m) bedeckt. Über einen steilen felsigen Aufstieg wird der Gipfel des Schafsteins mit seinen imposanten Blockschutthalden erreicht. Ein Rundweg führt um das Gipfelplateau herum. Auf einfachen Wegen wird der Gipfel der Wasserkuppe erreicht. Zahlreiche touristische Einrichtungen bilden hier einen Gegensatz zur spezifischen Landschaftsform dieses höchsten hessischen Berges (950 m). Vorbei am 863 m hohen Karfreitagsstein, dem Rest eines Basaltschlots, geht es fast stetig abwärts zurück nach Obernhausen.

Sonntag: Rundwanderung Schweinfurter Haus - Prismenwand -
Gangolfsberg - Schweinfurter Haus (Naturlehrpfad Gangolfsberg)
(ca. 5 km, Waldwege im z.T. urwaldähnlichen Wald, Forstwege, einige Anstiege und Abstiege, ein steiler Anstieg auf felsigem Untergrund, Trittsicherheit erforderlich, im Höhenbereich von ca. 600 m bis 750 m)

Das Schweinfurter Haus (580 m) gehört seit 1922 zum Zweigverein Schweinfurt des im Jahr gegründeten 1876 gegründeten Rhönklubs. Mitglieder des Rhönklubs sowie auch andere Besucherinnen und Besucher der Rhön können hier bei regionalen Speisen und Getränken eine Wanderpause einlegen oder auch übernachten. Der Naturlehrpfad Gangolfsberg führt auf ungefähr 5 km an eindrucksvollen Formationen aus Säulenbasalt vorbei auf einem felsigen Pfad steil hinauf auf den Gipfel des Gangolfsbergs (786 m), wo man die Reste einer Kapelle gefunden hat, die dem Heiligen Gangolf gewidmet war, sowie Reste einer keltischen Wallanlage. Nach dem wiederum steilen Abstieg geht es am Fuß des Gangolfsbergs durch den urwaldähnlichen Wald zurück zum Schweinfurter Haus.

Trotz der kurzen Wegstrecke ist für den Naturlehrpfad Gangolfsberg wegen der steilen Auf- und Abstiege auf felsigen Pfaden und der vielen Naturschönheiten eine Gehzeit von ca. 2,5 Stunden anzusetzen. Trittsicherheit und knöchelhohe, griffige Wanderschuhe sowie idealerweise auch Wanderstöcke sind für das Begehen dieses Weges im bayrischen Teil der Kernzone des Biosphärenreservats Rhön Voraussetzung.

Anzahl: zwischen 6 bis max. 10 Teilnehmer*innen


Unterbringung: Landhotel Gasthof Hohmann (Übernachtung / Frühstück) in Hilders

Leistungen:
* 2 Übernachtungen inkl. Frühstück
* Wanderungen
* Reiseleitung
* Material über das Naturreservar Rhön