Bildungsurlaub nach Südfrankreich: Welches Europa wollen wir?

Ein Bildungsurlaub zum aktuellen Stand und zu den Perspektiven des deutsch-französischen Verhältnisses

Nr. W5820 | Frei:

Leitung Bernd Heyl

Leitung Helga Roth

Leitung Edgar Weick

Kategorie Studienreisen

Ort La Bégude-de-Mazenc (Frankreich)

Termine 14.04.19 - 21.04.19

Entgelt 795 € Entgelt DZ

825 € Entgelt EZ

Art Studienreise

 

Der Wahlsieg Emmanuel Macrons bei den Präsidentschaftswahlen 2017 lässt das Verhältnis von Deutschland und Frankreich wieder ins Zentrum des politischen Interesses rücken. Die Auseinandersetzungen um die von Macron vorangetriebenen neoliberalen "Reformen" wirft die Frage nach den Grundstrukturen der französischen Politik auf. Das traditionell spannungsgeladene Verhältnis zwischen parlamentarischer und außerparlamentarischer Bewegung scheint auch in der "Ära" Macron fortzubestehen. Das Seminar setzt die Diskussionen des Osterseminars 2018 fort und rückt die Frage: "Welches Europa wollen wir?" ins Zentrum. Eine Exkursion nach Marseille, dem Tor zum Mittelmeer, soll - im Austausch mit Referent*innen vor Ort - den Blick weiten für soziale und kulturelle Entwicklungen einerseits und internationale über Europa hinausweisende Perspektiven andererseits.

Konkret geplant ist eine zweitägige Exkursion nach Marseille am 16./17. April mit Übernachtung in Marseille. Marseille, eine Stadt, die zu den widersprüchlichsten und kompliziertesten Städten Frankreichs zählt, gilt als "Tor zum Mittelmeer", die Stadt ist international, geprägt vom Handel, vom Niedergang der klassischen Industrie und starker Einwanderung, vor allem aus den Ländern Nordafrikas. Mit dem Stadterneuerungsprojekt "Euromediterranée" wurden staatliche Mittel in die Stadt gepumpt. Wir besuchen das Kulturzentrum "Friche la Belle de Mai" und das Musée des Civilisations d'Europe et de la Méditerranée, das im Jahr 2013, als Marseille Kulturhauptstadt Europas war, eröffnet wurde. Geplant sind eine Besichtigung des Hafens und Gespräche mit Gewerkschaftern (CGT) vor Ort.

Das Seminar beginnt mit einem vorbereitenden Treffen in den Räumen der Kreisvolkshochschule Groß-Gerau (Schloss Dornberg) am Samstag, 23.März 2019 von 10.00 - 14.00 Uhr. Frank Nonnenmacher informiert über die aktuelle politische Entwicklung in Frankreich, er publiziert auf der Website "Hinter den Schlagzeilen" zum Thema "Die Nachbarn verstehen". Das Treffen dient auch dazu, sich kennenzulernen und für die Fahrt nach La Bégude Fahrgemeinschaften zu organisieren.
Das Seminar "Welches Europa wollen wir" findet in der von Ernest Jouhy gegründeten deutsch-französischen Begegnungsstätte FIEF in La Bégude-de-Mazenc, einem malerischen mittelalterlichen Dorf der Drôme Provençale, statt. Die Unterkunft erfolgt in einfachen Zweibettzimmern, das Essen ist vorzüglich und die provençalische Atmosphäre wird dem Seminar einen zusätzlichen Glanz verleihen. Weitere Informationen gibt es unter: www.lefief-drome.com

Den Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmern wird ein Reader mit ausgewählten Texten zum Thema zur Verfügung gestellt. Wie im FIEF üblich werden französische Gesprächspartner*innen in die Seminargestaltung einbezogen. Bei Bedarf wird Kinderbetreuung/Rahmenprogramm für Jugendliche organisiert.

Änderungen dieser Planung behalten sich die Organisator*innen vor.
Die Anerkennung als Lehrerfortbildung sowie die Anerkennung als Bildungsurlaub werden beantragt.

Leistungen:
- 7 Übernachtungen inkl. Vollpension (6 Übernachtungen im FIEF; 1 Übernachtung in Marseille)
- pädagogische Seminarleitung
- qualifierierte deustche Reisleitung
- Transport im Reisebus vom FIEF nach Marseille
- Vorträge, Eintritte und Rundgänge

Bei Bedarf wird Kinderbetreuung organisiert.

Leitung: Bernd Heyl war Lehrer (IGS) und Vorsitzender des Gesamtpersonalrats beim SSA GG-Maintaunus. Helga Roth ist Französisch-Leherin und Leiterin der schulbibliothek an einer IGS. Edgar Weick war Leiter der Zentralen Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung an der FH Wiesbaden.