Unbegrenzte Solidarität?

Erfahrungen aus der internationalen Gewerkschaftsarbeit

Montag, 28.10.2019, 18.30 bis 20.30 Uhr, Uni Gießen

Vortrag mit Diskussion

Bisher konnten Kampagnenstrategien im Rahmen von Transnational Advocacy Netzwerken nur wenig zur Stärkung von lokalen Gewerkschaften in Produktionsländern der Bekleidungsindustrie beigetragen haben. Denn - so zeigt sich - eine nachhaltige Verbesserung von Arbeitsbedingungen kann nur auf Basis einer dauerhaften Machtverschiebung von Arbeit und Kapital möglich ist. Dies geschieht nur, wenn Gewerkschaften in den Fabriken vor Ort organisatorische Macht durch eine starke und handlungsfähigen Mitgliederbasis und Führung aufbauen. Das TIE-ExChains-Netzwerk ist ein alternativer Ansatz für transnationale Gewerkschaftsarbeit entlang der Wertschöpfungskette und auf Basis von Selbst-Organisation. Diese Möglichkeiten sollen näher beleuchtet werden im Vortrag. Das TIE-ExChains-Netzwerk, verbindet BetriebsrätInnen aus dem Bekleidungseinzelhandel in Deutschland und ihre Gewerkschaft ver.di mit GewerkschafterInnen aus der Bekleidungsindustrie in Bangladesch, Indien, Sri Lanka und der Türkei.


Referent_innen: Tatiana López arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeographie an der Universität zu Köln und ist seit 2016 bei im TIE-ExChains-Netzwerk und im TIE-Orangensaftnetzwerk aktiv. Michael Fütterer ist seit 2012 deutscher Koordinator des TIE-ExChains-Netzwerks und promoviert an der Universität Salzburg zu gewerkschaftlichen Handlungsstrategien in der süd-asiatischen Bekleidungsindustrie.


Moderation: Dr. Carmen Ludwig, JLU Gießen


Die Veranstaltung wird in Kooperation von lea, dem Bildungswerk der GEW Hessen, dem GEW-Regionalverband Hochschule und Forschung Mittelhessen und dem AStA der Justus-Liebig-Universität Gießen durchgeführt.

Sie ist entgeltfrei, um Anmeldung per E-Mail anmeldung@lea-bildung.de wird gebeten.