Namibia: Who will keep the fire burning?

Namibia nach 28 Jahren Unabhängigkeit

Frankfurt, 12.12.2018, 19 bis 21 Uhr

Etwa 100.000 Deutsche reisen jedes Jahr nach Namibia. Die Beliebtheit als Reiseland verdankt Namibia seiner landschaftlichen Schönheit, seiner Tier- und Pflanzenwelt, aber auch seiner Geschichte. In Namibia haben die Verbrechen der deutschen Kolonialzeit bis heute deutliche Spuren hinterlassen. Das Land ist gekennzeichnet von einer extrem ungleichen Verteilung des Reichtums und vom Fortbestehen der Narben der Apartheid.

Namibia ist ein Land im Aufbruch und gleichzeitig voller Widersprüche. Seine Entwicklung kann uns nicht gleichgültig sein. Eine bisher weitgehend positive wirtschaftliche Entwicklung, das Zusammenleben unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen und eine vordergründige politische Stabilität kennzeichnen die Lage.

Es stellen sich aber Fragen:

  • Leben die Bevölkerungsgruppen Namibias neben oder miteinander?
  • Wie steht es um die soziale Entwicklung und die Emanzipation der Frauen?
  • Welche Perspektiven hat Namibias Jugend?
  • Wie wirken Kolonialismus und Apartheid noch heute nach?
  • Entwickelt sich eine namibische Zivilgesellschaft?

Im Gespräch mit Bernd Heyl wird Naita Hishoono Antworten auf diese und weitere Fragen geben, die Teilnehmer*innen werden einbezogen.

Naita Hishoono wurde 1976 in einem Flüchtlingslager in Angola geboren. Nach folgenschweren Angriffen der südafrikanischen Armee auf SWAPO-Lager im südlichen Angola 1978 nahm die DDR 470 Kinder aus diesen Lagern auf, unter ihnen Naita Hishoono. Die Unabhängigkeit Namibias 1990 fiel mit dem Anschluss der DDR an die Bundesrepublik zusammen, Naita Hishoono kehrte als 15 Jährige nach Namibia zurück. Sie besuchte die (deutschsprachige) Delta-Schule in Windhoek, studierte Politik an der Universität von Namibia und arbeitete u.a. für das deutsche Hörfunkprogramm der Namibian Broadcasting Corporation. Heute ist Naita Hishoono Executive Director des Namibia Institute of Democracy (NGO für politische Bildung) und lebt mit ihren Töchtern Zyria und Jyalo in Windhoek.

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