Absage von Präsenzveranstaltungen

bis voraussichtlich 31. Mai müssen wir leider alle Veranstaltungen absagen

lea bildet…

… im Augenblick leider nicht wie gewohnt. Zu unserem Bedauern mussten wir alle Veranstaltungen vorläufig bis zum 31. Mai absagen. Wir informieren auf unserer Homepage rechtzeitig über die Wiederaufnahme unseres Fortbildungsprogramms im Präsenzbetrieb. Weitere Angebote im online Bereich mit unserer eigenen Lernplattform werden wir in den nächsten Wochen ausbauen.

Es sind schwierige Zeiten. Lehrkräfte müssen mit improvisierten Mitteln digitalen Fernunterricht organisieren. Eltern werden unfreiwillig zu Ersatzlehrkräften im Hausunterricht. Durch den ungleichen Zugang zu zeitlichen, räumlichen, finanziellen und technischen Ressourcen werden Bildungsungleichheiten verschärft. Wenn schulische Bildung im Raum des Privaten stattfindet und von der Ausstattung des Haushalts mit Laptops oder Tablets abhängt, greifen die demokratisierenden Effekte des Schulsystems nicht mehr und die soziale Herkunft entscheidet noch mehr als zuvor über den Bildungserfolg. Die Frage der Digitalisierung von Bildung und ihrer gesellschaftlichen Ausgestaltung stellt sich in Zukunft also noch vehementer als gegenwärtig. Lea wird dieses Thema daher auch verstärkt im Programm berücksichtigen.

Auch für uns stellt sich die Frage der Digitalisierung ganz konkret. Unsere Fortbildungen leben von der direkten Interaktion der Teilnehmenden untereinander sowie mit den Kursleiter*innen. Wir prüfen derzeit, welche Angebote sinnvoll auf digitale Formate umgestellt werden können und machen erste Veranstaltungen und Fortbildungen onine. Dabei ist wichtig die Interaktivität aufrecht zu erhalten und zugleich die Zugangsschwelle so niedrig wie möglich zu legen. Wir wollen bald einen Testlauf für Online-Seminare („Webinare“) unternehmen, wobei die technischen Voraussetzungen geschaffen werden müssen und der Datenschutz einzuhalten ist. Welche Veranstaltungen als Webinare angeboten werden, teilen wir rechtzeitig auf unserer Homepage mit.

Die aktuelle Krise wird leider nicht schnell vorüber gehen und die Welt wird danach anders aussehen als vorher. Es droht eine Weltwirtschaftskrise von historischem Ausmaß. Schon jetzt folgt auf den Gesundheitsnotstand in Ländern wie Ungarn der Notstand der Demokratie. Der Kampf gegen autoritäre und rechte Tendenzen sowie die Verteidigung von Grundrechten und Demokratie werden in Zeiten von Corona daher immer wichtiger. Welche Rolle dabei das Bildungssystem spielt, wollen wir auf der lea-Fachtagung am 23. September in Frankfurt mit den Kolleginnen und Kollegen diskutieren. An diesem Termin halten wir vorerst fest, denn wir gehen davon aus, dass das öffentliche Leben dann wieder stattfindet. Bleiben wir hoffnungsvoll und optimistisch!