Selbstbetrug statt Selbstbestimmung

Kritische Betrachtung zum Selbstbestimmungsgesetz

Nr. GP0447 | Frei:

Leitung Mine Pleasure Bouvar Wenzel

Kategorie Gesellschaft und Politik

Ort Online

Termin 22.04.24, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Entgelt entgeltfrei

Art Fortbildung

 

Das Selbstbestimmungsgesetz steht am Ende eines mehrjährigen Weges auf dem queere Verbände um die Ablösung der bisherigen rechtlichen Regelungen zu trans*, inter* und nichtbinärer Gelechtlichkeit gerungen haben. Der parlamentarische Prozess hat jedoch gezeigt, dass der Versuch Selbstbestimmung auf legale Füße zu stellen zumindest in diesem Fall deutlich an den Bedarfen der betreffenden Gruppen vorbei geht. Das resultierende Gesetz greift an vielen Stellen zu kurz, wartet mit rassistischen und ableistischen Ausnahmeregelungen auf und ist geprägt von Argumentationslinien reaktionärer Akteur*innen, die den Reformprozess für sich nutzbar gemacht haben. Der Vortrag schlüsselt die Verfehlungen des Gesetzgebungsprozesses auf und ordnet sie im Kontext aktueller politischer Entwicklungen in Deutschland und global ein.

Zielgruppe: Alle sind willkommen

Seminarleitung: Mine Pleasure Bouvar [sie*/they] studierte irgendwas mit Kulturwissenschaften an der Uni Hildesheim. Heute ist sie* als freie, machtkritische, politische Bildner*in zu den Schwerpunktthemen trans*Feindlichkeit, trans*Misogynie und Faschismustheorien tätig. Als queer-kommunistische Aktivist*in graswurzelt they sich durch Soziale Medien und analoge Netzwerke, um das Cistem zu unterwandern.