Kampffeld Bildung und Schule: Für eine demokratische und vielfältige Gesellschaft streiten

Mittwoch, 23. September 2020, 9:30 – 16 Uhr

stadtRAUMfrankfurt (AmkA), Mainzer Landstr. 293, 60326 Frankfurt

In Bildungseinrichtungen, Kitas und Schulen werden die subjektiven Voraussetzungen gesellschaftlicher Teilhabe auf Grundlage von Demokratie, Autonomie und Menschenrechten geschaffen. Sie geraten jedoch, genauso wie die Beschäftigten, immer stärker unter Druck von rechten Ideologien und Akteuren, die die Demokratie in Frage stellen. Damit werden Bildungseinrichtungen zunehmend zu Austragungsorten gesellschaftlicher Konflikte. Dabei geht es nicht nur um Konflikte im Kontext von Flucht und Migration, die von Rechten genutzt werden, um Rassismus und Nationalismus zu schüren, sondern auch um sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, gegen die von rechts massiv gehetzt wird. Die Tagung beschäftigt sich mit aktuellen Entwicklungen und praktischen Handlungsoptionen für eine emanzipatorische Bildung in einer vielfältigen Gesellschaft, die Diskriminierung und Ungleichheit aktiv entgegentritt sowie dabei hilft, die Demokratie gegen rechte Angriffe zu verteidigen.

Zum Auftakt werden Impulsvorträge unterschiedliche Einblicke in die Auseinandersetzungen um Bildung und die Bedrohungen von emanzipatorischen Ansätzen durch rechte Akteure und Ideologien geben. Hierbei wird es sowohl einen internationalen als auch bundesweiten Blick auf die unterschiedlichen Angriffe auf Bildungseinrichtungen geben. Anschließend soll den Teilnehmer*innen ermöglicht werden, sich mit bestehenden Ausgrenzungen und Diskriminierungen auseinanderzusetzen.  Tagungsbegleitend soll die Ausstellung „Schule zieht Grenzen – wir ziehen nicht mit!“ mit Führung gezeigt werden. Diese stellt  am Beispiel Berlins dar, wie aufgrund rassistischer Ordnungen viele Kinder, Jugendliche und so manche Lehrkraft an gleichberechtigter schulischer Teilhabe gehindert werden.

Nachdem am Vormittag die Tragweite und Dimensionen von rechten Ideologien und Akteuren im Bildungskontext skizziert wurden, soll es am Nachmittag in Workshops um mögliche Handlungsoptionen für eine demokratische und vielfältige Gesellschaft gehen. In den thematischen Schwerpunkten werden Strategien gegen rechte Akteure und Organisationen im jeweils eigenen Bildungskontext entwickelt und es gibt die Möglichkeit, in einen Austausch mit Kolleg*innen zu kommen. In einer Abschlussrunde werden die Ergebnisse der Workshops zusammen getragen und Schussfolgerungen für die alltägliche Praxis gezogen.

Die Planung der Fachtagung steht aufgrund der aktuellen Situation unter einem gewissen Corona-Vorbehalt. Wir bemühen uns, möglichst vielen Kolleg*innen die Teilnahme vor Ort unter Einhaltung der vermutlich auch im September noch gültigen Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen zu ermöglichen. Wir wollen aber auch denjenigen die Teilnahme ermöglichen, die den persönlichen Kontakt vermeiden und lieber nicht anreisen möchten. Dazu werden wir ein hybrides Format erproben, das die klassische Tagung in Präsenz mit der Möglichkeit verbindet, digital über eine datenschutzsichere und interaktive Online-Plattform zu partizipieren.

 

vorläufiger Ablauf

9.30 Uhr Anmeldung und Begrüßung

10 – 11:30 Uhr Impulsvorträge

11:30 – 13 Uhr Tagungsbegleitende Ausstellung: „Schule zieht Grenzen - wir ziehen nicht mit!“

13 – 14 Uhr Mittagspause

14 – 15:30  Uhr Workshops

15:30 - 16 Uhr Abschlussrunde