Reihe: Demokratie lernen lernen - Qualifizierungsbausteine für Multiplikator*innen

Eine modulare Fortbildungsreihe im Rahmen des hessischen Bündnisses „Demokratiebildung nachhaltig gestalten“

Von September 2021 bis Mai 2022

Demokratielernen bekommt angesichts gesellschaftlicher Herausforderungen wie Demokratiefeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus eine immer größere Notwendigkeit und damit Bedeutung. Aus diesem Grunde wurde am 20.11.2019 das hessische Bündnis „Demokratiebildung nachhaltig gestalten“ gegründet. Diesem Bündnis gehören mittlerweile über 40 Organisationen an, u.a. die GEW Hessen und die lea Bildungsgesellschaft. In diesem Zusammenhang haben wir festgestellt, dass es einen Bedarf an Qualifizierung für Mutliplikator*innen gibt. Das Bündnis möchte hier ein passendes Angebot machen, um die Qualität und die Professionalität zu steigern. Mit dieser Qualifizierungsreihe möchten wir Multiplikator*innen in der Kinder- und Jugendarbeit, in der Erwachsenenbildung sowie Lehrkräften und deren Ausbilder*innen die Möglichkeit bieten, sich zu einzelnen Themen fortzubilden. Die modulare Fortbildung ermöglicht es, sich entweder gezielt Themen auszusuchen oder mehr oder weniger die gesamte Fortbildungsreihe zu belegen, um sich ein umfassendes Bild vom Demokratielernen zu machen. Wichtig ist dabei die Praxisorientierung der einzelnen Module. Die Reihe ist insofern für alle (zukünftigen) Multiplikator*innen ein attraktives Angebot. Die Reihe findet im Rahmen der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung statt und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

06.09.21
16:30–19:00 Uhr
Digitale Eröffnungsveranstaltung
Vorstellung der einzelnen Workshops
Moderation: Hanna-Lena Neuser und Helmolt Rademacher
Referent: Dr. Reiner Becker, Philipps-Universität Marburg

04.10.21
9:30–16 Uhr
1/ Demokratiepädagogik und Demokratiebildung in Schule sowie Jugend- und Erwachsenenbildung
Interaktiver Workshop in dem die Grundlagen und Wesenselemente vermittelt, erarbeitet und durch Übungen vertieft werden.
Referent: Helmolt Rademacher, Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik – DeGeDe, Landesverband Hessen

25.10.21
9:30–13:30 Uhr
2/ Kinderrechte als Grundlage
Wie genau hängen Demokratie und Menschen- bzw. Kinderrechtebildung zusammen? Was sind die Grundprinzipien der UN-Kinderrechtskonvention und wie lassen sie sich in eine pädagogische Haltung übersetzen, die im Alltag als Kompass dienen kann?
Referentin: Hannah Abels, Makista e. V.

02.11.21
9:30–16:30 Uhr
3/ Haltung in der Demokratiepädagogik
Die Haltung der Lehrkräfte und außerschulischen Bildner*innen ist entscheidend für die Vermittlung von Demokratie. Im Workshop werden Räume eröffnet, um ansatzweise die eigene Haltung zu reflektieren.
Referent: Helmolt Rademacher (s. Modul 1)

17.11.21
9:30–16 Uhr
4/ Die Corona-Krise als Herausforderung für Demokratie- und Menschenrechtsbildung
Der Workshop möchte darin unterstützen, subjektorientierte Lernräume gestalten zu können, die gleichermaßen Angebote zur Förderung der Meinungs- und kritischen Urteilsbildung wie der Empathie- und Perspektiverweiterung machen. So werden Anregungen gegeben, das demokra-tische Bewusstsein auch in schwierigen Zeiten zu stärken.
Referent*innen: Manuel Glittenberg und Christa Kaletsch, DeGeDe LV Hessen

06.12.21
9:30–13:30 Uhr
5/ (Sport-)Vereine als Orte der Demokratie: Mitmachen, mitbestimmen, mitgestalten! Wie kann das gelingen?
In diesem interaktiven Workshop werden die Teilnehmenden anhand ihrer eigenen Beteiligungserfahrungen und mit spannenden Methoden den Komplex „Demokratie und Beteiligung“ erschließen. Dabei dienen (Fall­)Beispiele aus dem Sport als inhaltliche Basis. Dennoch lassen sich die verwendeten Methoden und das Wissen auch auf andere zivilgesellschaftliche Felder übertragen.
Referent: Nico Mikulic, Sportjugend Hessen

25.01.22
9–13 Uhr
6/ Jugend im Blick. Jugendstudien und was sie uns sagen
Hier geht es um die Zielgruppe „Jugend“. Wir befassen uns mit aktuellen Jugendstudien und denken gemeinsam darüber nach, was die Forschungsergebnisse für die Arbeit mit jungen Menschen bedeuten.
Referentinnen: Annika Gramoll, ZGV / Stina Kjellgren, Ev. Akademie Frankfurt

03.02.22
14–17:30 Uhr
7/ Die Mechanismen des Othering, oder: Wie Menschen zu ‚Anderen‘ gemacht werden
Der Workshop fragt nach der Funktionsweise auch subtiler Formen von Rassismus, gibt Anregungen, wie diese besprechbar gemacht werden können und sensibilisiert für die Entwicklung betroffenen­sensibler Handlungsoptionen.
Referent*innen: Manuel Glittenberg und Christa Kaletsch, DeGeDe LV Hessen

15.02.22
10–14 Uhr
8/ Antiziganismus
Der Workshop ermöglicht neben einem historischen Einblick in die Geschichte des Antiziganismus und den Kampf dagegen, eine Sensibilisierung und Selbstreflektion der Teilnehmenden und zeigt Handlungsoptionen gegen Diskriminierung auf.
Referentinnen: Ina Hammel & Katharina Rhein, Verband der Sinti und Roma, Landesverband Hessen

08.03.22
14–17:30 Uhr
9/ Rassistische und antisemitische Gewalt, Betroffenenperspektiven und Erinnerungskultur als Themen der historisch-politischen Bildung
Der Workshop eröffnet Wege, Rassismus und Antisemitismus als Herausforderung für die demokratisch verfasste, plurale Gesellschaft wahr- und ernstzunehmen. Wir befassen uns kritisch mit problematischen Wahrnehmungs- und Handlungsroutinen und lernen solidarische Handlungsperspektiven kennen.
Referent*innen: Manuel Glittenberg und Christa Kaletsch, DeGeDe LV Hessen

24.03.22
9:30–16 Uhr
10/ Moderation von Kontroversen
Interaktiver Workshop, in dem Kontroversen als wichtiger Bestandteil einer demokratischen Kultur in den Fokus der Moderationsaufgabe genommen wird. Es geht um Souveränität, Grenzen setzen, Kontroverse ermöglichen.
Referentin und Referent: Hanna-Lena Neuser und Jan Witza, Ev. Akademie Frankfurt und Ev. Jugend Sachsen

05.04.22
10–14 Uhr
11/ Dialogverfahren
Demokratie ohne Dialog ist kaum denkbar. Was genau Dialog und dialogische Zugänge für das Zusammenleben, politische Bildung und pädagogisches Arbeiten bedeuten kann, soll im Seminar deutlich werden.
Referent: Stefan Rech, DeGeDe LV Hessen

14.05.22
10–16 Uhr
12/ Konflikt- und Streitkultur
Konstruktiv, aber bestimmt in Diskussion bleiben – das will gelernt sein. Besonders der Umgang mit Abwertungen in kontroversen Diskussionen stellt hierbei (immer wieder) eine Herausforderung dar. Ziel des Workshops ist es, abwertende Argumentationsmuster aus unserem Alltag zu identifizieren und passende Umgangsstrategien zu finden und zu entwickeln.
Referentin: Carolin Franchini

Anmeldungen erfolgen über die Ev. Akademie Frankfurt:
Mareike Kudelko
Tagungsmanagement
Evangelische Akademie Frankfurt
Römerberg 9
60311 Frankfurt am Main
www.evangelische-akademie.de
kudelko@evangelische-akademie.de
Tel.: +49 69 1741526-26

Alle Veranstaltungen finden in den Räumlichkeiten der Evangelischen Akademie Frankfurt, Römerberg 9 statt. Sollte die Pandemie Veranstaltungen vor Ort nicht erlauben, so können die meisten Veranstaltungen auch kurzfristig in den digitalen Raum verlegt werden. Aktuelle Infos dazu finden Sie jeweils auf der Homepage der Akademie. (Bitte immer kurz vor der Veranstaltung nochmal dort nachschauen, für den Fall, dass es zu kurzfristigen Planänderungen kommt!)

Teilnahmebedingungen:
Die Teilnahme an den Modulen ist kostenlos. Für jedes Modul gibt es Mindest- und Höchstzahlen bezogen auf die Teilnehmerzahl. Daher bitte verbindlich anmelden und ggf. abmelden, wenn etwas dazwischenkommt! Wer an mindestens 6 Modulen teilnimmt erhält eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung.