Sklavenarbeit im KZ Katzbach

Frankfurt: Eine beeindruckende Führung in den Adlerwerken

Zwanzig Lehrkräfte von verschiedenen Schulen in Frankfurt und Interessierte haben am 4. September 2017 am lea Seminar „Sklavenarbeit in Frankfurt - Das Konzentrationslager in den Adlerwerken“ teilgenommen.

Herbert Bauch und Horst Koch-Panzner vom Förderverein Gedenkstätte KZ-Katzbach führten über das Gelände der Adlerwerke und beleuchteten anhand verschiedener Stationen eindrucksvoll die Geschichte der Zwangsarbeit in den Adlerwerken.

Im August 1944 wurde im Frankfurter Stadtteil Gallus auf dem Gelände der Adlerwerke ein Konzentrationslager mit dem Decknamen „Katzbach“ in Betrieb genommen. Etwa 1600 Zwangsarbeiter erlitten hier unbeschreibliche Qualen. Nur wenige von ihnen überlebten.

Dieser Teil deutscher Geschichte, der sich mitten in Frankfurt in einem Traditionsbetrieb abspielte, wurde in der Nachkriegszeit schnell verdrängt und seine Spuren allzu bereitwillig beseitigt. Der Förderverein setzt sich deshalb weiterhin für den Bau einer Gedenk- und Bildungsstätte zum ehemaligen KZ-Außenlager Katzbach ein. Die Führung mit anschließender Diskussion fand unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern großen Anklang. Sie ist auch für Schulklassen sehr zu empfehlen.